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Lydia Reif

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INDIEN - Reisen
 INDIEN - Reisen  

           Reisebericht: Tamil Nadu 2012

Die 12 Reiseteilnehmer begegneten zum ersten Mal bei dieser Reise der indischen Kultur und dem Alltag der Menschen. Auf indischem Boden angekommen, haben wir sofort am Ausgang des Flughafens unseren Fahrer gefunden, der meinen Namen auf ein Schild geschrieben hatte. Der betagte Bus entsprach genau unseren Erwartungen.

Nach 2-3 Tagen waren die Anstrengung, vorherige Ängste über Krankheiten, Schmutz, Moskitos und alle Berührungsängste verflogen. Unser Hotel war sehr ruhig, im Grünen, sauber, das Frühstück international und regional (warm), und das Personal erfüllte unsere Wünsche.

Nach ein paar Tagen ergaben sich Kontakte mit Einheimischen, und wir bekamen Einblicke in die Lebensverhältnisse einer einfachen Steinmetz-Familie, die uns (12 Personen !) zum Essen einlud.

Durch das alljährliche Pongal-Fest kamen viele Dschungelbewohner, um am Strand zu heiraten. Einige aus unserer Gruppe tauchten ein in das turbulente Treiben. In vollen Zügen genossen wir das Meer, aber auch den sauberen Pool unseres Hotels.

 

Der Tag begann um 7.30 vor dem Frühstück mit einer Yoga-Stunde und einer Einführung in den Hinduismus, Alltagskultur und den heiligen Texten der Veden. Bei unserem Ausflug zum heiligen Berg nach Thirukulukundram und der Überwindung vieler Stufen bekam unsere Gruppe, nach der Verehrung von Shiva, noch eine weitere Puja zu Ehren von Parvati (der Frau von Shiva). Der beschwerliche Aufstieg belohnte uns außerdem noch mit dem weiten Blick über das Land.

 

Nach kurzer Zeit hatten die Reiseteilnehmer den Mut, alle Winkel des Fischerdorfes zu erkunden und auch die wunderbaren Doshas (knusprige, gefüllte Fladen) und Thalis im traditionellen Lokal zu genießen.

 

Dann ging unsere Fahrt über Gingee, wo wir für ein paar Stunden zwischen den Überresten alter Maharaja-Paläste herumliefen, nach Thiruvannamalai. Einige der Teilnehmer wagten den beschwerlichen Aufstieg in großer Hitze ganz nach oben zu den Ruinen.Unsere Transfers mit dem alten Bus funktionierten prima. Es war für alle ein beeindruckendes Erlebnis, in dem heiligen Pilgerort Thiruvannamalai zu sein. Wir konnten täglich so lange wie wir wollten die Atmosphäre im Ashram von Ramana auf uns wirken lassen, den Gesängen lauschen, an der Puja teilnehmen oder meditieren. Es ist ein ruhiger, grüner Platz, nur die grellen Schreie der Pfauen durchdringen die meditative Ruhe.Einige der Teilnehmer wagten sich zum Darshan in den Ashram von Yogini Shiva-Shakti. Sehr offen und angerührt im Herz-Chakra berichteten sie von der Begegnung mit der Yogini. Wir pilgerten entlang des Arunachala (heiliger Berg Shivas), wo wir auf Sadhus trafen und eine kleine Puja erhielten.Ein anderes mal wanderten wir über den Berg und besuchten zur Meditation die Höhle von Ramana. Von oben lässt sich der große Tempel mit seinen vier Türmen (Gopuram), einer nach jeder Himmelsrichtung, gut erkennen. Der Abstieg auf der anderen Seite des Berges führte uns ins Zentrum von Thiru, wo wir den großen Shivatempel besuchten. Dort segnete uns der Tempelelefant.

Anschließend schlenderten wir über den Wochenmarkt und besuchten ein Kaufhaus, in dem wir vor einer überaus großen Auswahl von Saris standen, und die Wahl sehr schwer fiel.

Unser Hotel in Thiru war etwa zwei km vom Ashram entfernt und eine wunderbare grüne, stille Oase. Alle konnten dort Energie tanken, relaxen am Pool und sich mit Ayurveda verwöhnen lassen. Unser Yoga–Platz zu Füßen des heiligen Berges war ganz besonders schön.Unsere letzte Station war für

1 Tag / Nacht Kanchipuram. Dort haben wir uns entschlossen, die Tempel zu Fuß zu erkunden. So konnten wir durch die kleinen Straßen schlendern und einfach schauen was uns so begegnet. Zum Schluss waren wir ganz schön erledigt und nahmen zurück zum Hotel die Rikscha.Der Speisesaal des Hotels war typisch indisch (laut, voll, ungemütlich) die köstliche traditionelle Küche entschädigte uns  für die Lautstärke.Die großen Städte in Indien sind immer sehr anstrengend, desshalb versuche ich sie auf meinen Reisen möglichst zu meiden oder nur für einen Tag zu besuchen. Zum Entspannen fuhren wir am nächsten Tag noch mal für 2 Tage nach Mamallapuram, bevor wir in Chennai die Heimreise antraten.

 


 

Reisebericht Assam und Megahlaya 2016

Diese Reise findet auch im September/Oktober 2017 statt - Anmeldungen sind ab sofort möglich.

 

Die Fahrt von Guwahati mit der Bahn nach Jorhat dauerte einige Stunden, aber unsere  Vorfreude auf die Insel Majuli half uns die Fahrt mit guter Laune zu überstehen. Majuli ist die größte Flußinsel der Welt und liegt im Brahmaputra, sie gehört zum Unesco Kulturerbe. Angekommen fuhren wir mit dem Taxi zur  Fähre von Nimatighat.  Auf dem Damm standen einige Bruchbuden, und die Fähre selbst schien dem Untergang geweiht. Die Menschen drängten sich auf der Fähre dicht zusammen, und einige Autos mussten auch noch Platz finden.

 

Der Fluß war sehr breit, mit Sandbänken und kleineren Inseln, so hatten wir den Eindruck auf einem See zu sein. Wir hatten keine Vorstellung davon, was uns erwarten würde. Nach einer guten Stunde legten wir an. Am Ufer standen viele Sammeltaxis und Jeeps, die auf die Ankommenden warteten. Wir fuhren mit einem Jeep zu unserem ersten Ziel, das Kalambari Satra, mussten aber vorher das riesige trockene Flußbett von ca.2-3 km durchqueren. Es war als wären wir auf einer Wüstentour: Sand und ab und zu Gestrüpp, die Piste war mit Stroh ausgepolstert, damit die Autos nicht einsanken. Es staubte fürchterlich. Unvorstellbar,  dass von Anfang Juni bis September, wenn der Monsun kommt, hier alles unter Wasser steht und noch weit in die Insel hineinströmt. Der Fluß kann dann eine Breite von 50 km erreichen. Die Menschen auf Majuli müssen mit dem Wasser leben, sie haben ihre Häuser auf Stelzen gebaut und Dämme errichtet. Überall befinden sich tiefe große Erdlöcher, die sich in der Monsunzeit mit Wasser füllen. Auf der Insel leben die Missings, das sind vom Norden her eingewanderte Tibeter. Sie haben ihre eigene Religion und verehren Sonne und Mond sowie ihre Ahnen. Im Gegensatz zu den Hindus essen sie auch Fleisch. Die Frauen tragen eine besondere Kleidung, den Chadar, den sie selbst weben. Unter ihren Häusern befindet sich zwischen den Stelzen ein Webstuhl.

 

 

Im Kalambari Satra (Kloster) wird Vishnu verehrt. Wir konnten an den Gebetszeiten teilnehmen und waren überrascht, dass es dabei sehr laut zugeht.

Die Mönche übertönen ihre eigene Stimme mit sehr lauten riesigen Zimbeln und Trommeln. Nach diesem Ritual wird es plötzlich still, und es beginnen wunderbare Wechselgesänge, die das Herz berühren. Der Garten ist sehr gepflegt, und in den großen Körben trocknet das Getreide.

 

Überall auf der Insel gibt es eine üppige Flora und Bambuswälder. Der Bambus ist bis zu 10 Meter hoch. In den Dörfern scheint die Zeit stehen geblieben. Die Missings sind Selbstversorger, überall laufen Schweine, Hühner, Ziegen und Kühe zwischen den Häusern herum. Es gibt schöne Gemüsegärten und viele Blumen. Wir wanderten zu Fuß in die Missingdörfer oder waren mit dem Fahrrad auf den hellen Sandwegen durch Bambuswälder unterwegs. 

Auf einem Dorffest konnten wir tiefere Einblicke in das Leben der Missings erhaschen. Auf dem  Fest wurde von dem Dorfschamanen ein Fruchtbarkeitsritual vollzogen. Im Rhythmus der Trommeln goß er Wasser an die in den Boden gesteckten 3 Meter hohen Grashalme. Die Frauen hatten ihre schönste selbst gewebte Kleidung an und bewegten sich im Rhythmus der Trommeln um den Schamanen. Es wurde uns Reiswein in Messingschalen gereicht, der sehr dickflüssig, weiß und stark war. Plötzlich reichte mir eine Frau einen kleinen "Buddha", den sie mir auf den Schoß setzte. Zu meiner Überraschung wurde ihm vorher die Hose ausgezogen. Ich war umringt von Menschen, die mich freundlich und neugierig anschauten. Dann segnete die Alte den Penis des Jungen, der alles mit stoischer Gelassenheit über sich ergehen ließ.

 

Ich war froh die Aktion trocken überstanden zu haben. Wir wurden etwas später noch in das Bambushaus einer Familie eingeladen, wo wir erstaunt waren, wie die Menschen dort leben. Wir mussten über eine schmale Hühnerleiter nach oben in das Stelzenhaus klettern, als wir den Wohnraum betraten, konnten wir kaum was sehen, denn es gab keine Fenster. Der Raum war erfüllt von Rauch, die Kochstelle, die aus einem Lehmklotz mit der Höhe von 20-30 cm ca. 2 m lang und 1,50 m breit war, stand zentral im Raum, und es brannte Feuer. Für die Missings ist die Feuerstelle heilig, denn es ist der Platz der Ahnen. Es gibt keinen Rauchabzug im Dach. Wir saßen auf dem Boden und durch die breiten Ritzen im Bambusboden sahen wir die Schweine und Hühner herumlaufen. Wir tranken noch etwas Reiswein und  auf dem Feuer wurde bereits  frischer Nachschub aus Reis gekocht, der dann noch einige Tage gähren musste.

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